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23. März 2022

Meine berufliche Entdeckungsreise bei der Schweizer Tafel

Nach meinem Universitätsabschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaften stellte sich für mich die Frage, wo und wie ich meine berufliche Karriere starten will. Seit dem Start meines Studiums war mir klar, dass ich etwas Gutes in der Welt bewirken will und über die Kommunikation möglichst viele Menschen mit einer positiven Botschaft erreichen möchte. Darum hat mich das ausgeschriebene Praktikum bei der Stiftung Schweizer Tafel direkt angesprochen. Warum sich dieser Entscheid auf jeden Fall gelohnt hat, erzähle ich in diesem Bericht.

Die Sinnhaftigkeit und Wichtigkeit der Stiftung Schweizer Tafel wurde mir gleich in der ersten Woche meines Praktikums klar. Ich durfte auf einer Lebensmitteltour in der Region Mittelland mitfahren und in den Filialen des Detailhandels überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel abholen, und anschliessend bei sozialen Institutionen wie Gassenküchen, Frauenhäusern oder Obdachlosenheime abgeben. Das zeigte mir gleich, Armut ist in der Schweiz nach wie vor ein grosses, wenn auch nicht immer sichtbares Problem.

Auf der Tour packte ich gleich mit an. Ich schleppte volle Lebensmittelkisten und machte erste Fotos und Videos für die Social-Media Kanäle der Schweizer Tafel. Am Abend war ich ziemlich erschöpft, aber auch glücklich, etwas Gutes getan zu haben.

Das erste grosse Projekt

Ich war während meines Praktikums in die unterschiedlichsten Themenfelder involviert. Das erste grosse Projekt war der «Tag der guten Tat», eine Initiative von Coop. Dieser Aktionstag findet in der ganzen Schweiz statt. Die Schweizer Tafel war als eine von sechs Partnerorganisationen zum zweiten Mal dabei. In zwölf Filialen in der Deutsch- und Westschweiz hat die Schweizer Tafel langhaltbare Lebensmittel für armutsbetroffene Menschen in der Schweiz gesammelt.
Im Vorfeld gab es einiges zu tun: Wie zum Beispiel eine Liste mit geeigneten Lebensmitteln aktualisieren, einen Beitrag für die Website vorzubereiten oder die Planung der Social-Media-Aktivitäten. Ein Video-Aufruf für die Teilnahme am «Tag der guten Tat» durfte ich selbst einsprechen und konnte so «Kamera-Erfahrung» sammeln. Da ich während meines Studiums beim Studentenradio der Uni Fribourg mitgemacht habe, wusste ich genau, wie ich mit meiner Stimme spielen kann und hatte viel Spass daran, dieses Video aufzunehmen. Dank dieser Erfahrung konnte ich meine theoretischen Kenntnisse aus dem Studium in die Praxis umsetzen.

Mit Suppen Geld für armutsbetroffene Menschen sammeln

Das zweite grosse Projekt in meinem Praktikum war der Suppentag, die grösste und wichtigste Spendenaktion der Schweizer Tafel. An verschiedenen Standorten in der Schweiz organisiert die Schweizer Tafel gemeinsam mit dem Gönnerverein der Schweizer Tafel und vielen freiwilligen Helfer*innen Suppenstände. Die Suppe wird gratis durch Prominenz aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Sport geschöpft und verteilt. Das Hauptziel des Suppentags ist das Sammeln von Spenden, um mit diesem Geld Menschen in Not unterstützen zu können.

Ich konnte in viele verschiedene Aspekte der Planung einen Einblick nehmen und mithelfen. So konnte ich mit vier sozialen Institutionen, die wir beliefern, ein Interview führen und dazu ein kurzes Portrait schreiben für das Suppentag-Mailing. Die Gespräche mit den Verantwortlichen in den Institutionen waren für mich sehr interessant. Sie haben mir gezeigt, wie wichtig es für uns als Gesellschaft ist, die Armut zu lindern und möglichst vielen Menschen in Not zu helfen.
Bis vor der Durchführung war unklar ob der Suppentag überhaupt durchgeführt wird. Zum Glück konnte die Aktion in reduzierter Form stattfinden. Ich war an den Standorten in Zürich und Olten engagiert. Gleichzeitig war es schön, wieder einmal unter so vielen Menschen zu sein und die Solidarität für Armutsbetroffene zu spüren.

Neben all den spannenden Projekten gab es in meinem Praktikum auch das Alltagsgeschäft, was aber nicht weniger interessant und lehrreich war. Dabei verbuchte und ich beispielsweise Spenden, verfasste Dankesbriefe, war für die Aktualisierung der Datenbank zuständig und half mit bei der Neulancierung und Pflege der Website. Weiter war ich verantwortlich für das tägliche Medien-Reporting und half mit bei der Planung der Social-Media-Aktivitäten.

Fazit

Da ich in einem sehr kleinen Team gearbeitet habe, konnte ich auch neben Kommunikation und Fundraising viel lernen und mir in diesem sehr kollegialen Team ein solides Fundament in der Arbeitswelt schaffen. Schon von der ersten Woche an sah ich die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit für die Schweizer Tafel, was mich jeden Tag aufs Neue motiviert hat, mein Bestes zu geben und damit Menschen in Not zu helfen.

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